Faustball
14Jun
Icon Faustball

BL-Frauen weiterhin ohne Sieg

  • Kategorie: Faustball
  • Datum: 14. 06. 2021
  • Autor: Theresa Pinsker

Der Sieg unserer Bundesligafrauen lässt weiter auf sich warten, trotz souveräner Leistungen konnte auch dieses Wochenende gegen die beiden starken Teams aus Arnreit und Laakirchen kein Sieg geholt werden.

Mit anfänglichen Schwierigkeiten starteten unsere Bundesligafrauen am Samstag in Arnreit in das erste Spiel der Doppelrunde. Aufgrund einige Eigenfehler konnten die Gegnerinnen den ersten Satz schnell und eindeutig für sich entscheiden. Eine Leistungssteigerung war im zweiten Satz zu sehen, leider konnte auch hier Abwehr-Zuspiel-Rückschlag nur selten umgesetzt werden und somit ging auch dieser Satz an die Heimmannschaft. Diese Leistung zog sich auch im dritten und vierten Satz fort und die Hirschbacherinnen konnten der jungen Mannschaft aus Arnreit nicht wirklich gefährlich werden. Die druckvollen Angriffe der Gegnerinnen wurden seitens der Abwehr nur selten entschärft und somit bestand nur gelegentlich die Chance auf ebenso fordernde Rückschläge. „Das Spiel verlief leider gar nicht wie gewünscht. Aufgrund von Eigenfehlern und der fehlenden Umsetzung von „Abwehr-Zuspiel-Rückschlag“ hatten wir keine Chance den starken Gegnerinnen gefährlich zu werden“, so Abwehrspielerin Julia Pröll.

0:4 – 3:11 | 7:11 | 5:11 | 6:11

 

Am Sonntag trafen unsere Bundesligafrauen bei guten Witterungs- und Platzverhältnissen in Hirschbach dann auf die starken Gegnerinnen des ASKÖ Laakirchen Papier. Mit ihrem Starting-Five Debut in der zentralen Mittelposition hatte Stefanie Rauch gegen eine der besten Angreiferinnen Österreichs (Carina Steindl) keine leichte Aufgabe und auch das Fehlen der Angreiferin und Kapitänin Johanna Malzner sowie der Zuspielerin Verena Horner machte die Ausganglage für die Hirschbacherinnen nicht einfacher.

Der Respekt vor Laakirchen war deutlich spürbar und so starteten die Hirschbacherinnen etwas nervös und zaghaft in das Spiel. Im Service versuchte man von Beginn an vollen Druck auf die Gegnerinnen auszuüben, leider schlichen sich jedoch ein paar Fehler ein. Die Spielerinnen taten sich aufgrund des starken und wechselhaften Gegenwindes im Zuspiel sowie im Rückschlag schwer ins Spiel zu finden. Daher ging der erste Satz, trotz stabiler Abwehr, deutlich an die Laakirchnerinnen.

Im zweiten Satz war jede einzelne Spielerin konzentriert und engagiert. Das extrem variantenreiche und druckvolle Service von Carina Moßbauer brachte einige Servicepunkte und eröffnete viele Möglichkeiten. Laakirchen konnte gefordert werden und die Hirschbacherinnen waren den Gegnerinnen in jeder Phase des Satzes ebenbürtig. Die junge Stefanie Rauch entschärfte einige scharf geschlagene Servicebälle von Carina Steindl und brachte fast jedes Zuspiel in perfekte Lage, demzufolge hatte Carina Danner im Rückschlag fast volle Ausbeute. Am Ende des Satzes hatten unsere Frauen die Chance mit eigenem Angriff den Satz zu beenden, zwei Konzentrationsfehler in der sonst fehlerfreien Abwehr kosteten diesen spannenden Satz jedoch.

Wieder auf der Gegenwindseite spielten die Hirschbacherinnen weiterhin auf Augenhöhe mit den Laakirchnerinnen. Die äußerst sichere und starke Abwehrleistung der beiden Abwehrspielerinnen Maria Moßbauer und Julia Pröll und das gefühlvolle Zuspiel brachten immer wieder tolle Angriffspunkte. Auf der Gegenseite wurde das Angriffsverhalten verändert und einige kurze Bälle, die für unsere Spielerinnen unmöglich zu erreichen waren, wurden gespielt. Diese Bälle machen den Unterschied und führten zum erneuten Satzverlust.

Der vierte Satz startete mit ein paar unnötigen Gegenpunkten, starkes Service und erfolgreiche Rückschlagpunkte konnten den Abstand zwar in Grenzen halten jedoch nicht verringern. In der Mitte dieses Satzes wollte man die Gegnerinnen etwas zum Nachdenken bringen, mit der Rückkehrerin aus der Babypause kam Sandra Gossenreiter in die Abwehr ins Spiel und knüpfte nahtlos an ihre tollen Leistungen vor ihrer Pause an. Zwei tolle Abwehraktionen brachten direkt zwei Rückschlagpunkte. Die Angreiferinnen aus Laakirchen brachte diese Umstellung nicht in Bedrängnis, sie behaupteten den Punktevorsprung und sicherten sich somit den 4-Satz Erfolg.

Resümee: Ab dem zweiten Satz war das eine sehr kompakte Mannschaftsleistung, von allen Spielerinnen gab es herausragende Aktionen. Unser Nachwuchstalent Stefanie Rauch hat ein bemerkenswertes Debut in der Starting-Five hingelegt. Sie stand die gesamte Spielzeit in der vorgerückten Mittelposition einer der besten Angreiferinnen Österreichs gegenüber und überzeugte mit starken Abwehraktionen und ruhigem, exaktem Zuspiel. In der Abwehr wehren die Spielerinnen einige eigentlich „unmöglich erreichbare“ Bälle ab und zeichneten sich somit aus. Im Angriff konnte Carina Moßbauer mit einer sehr starken und variantenreichen Serviceleistung aufzeigen und auch Carina Danner war im Rückschlag mit ihren „nicht lesbaren“ Angriffsbällen sehr oft erfolgreich.

„Schade, dass heute wieder nichts Zählbares rausgekommen ist. Wir brachten schon einige Male in diesem Jahr eine super Leistung und waren unseren Gegnerinnen oft auf Augenhöhe. Leider bringen wir unsere Leistung nicht über die Ziellinie, meist bringen uns unnötige Fehler am Ende des Satzes um unseren Erfolg. Es fehlt zwar nur eine Nuance, aber das bringt uns in der Tabelle nicht weiter. Alles in Allem sind wir aber mit unserer gesamten Teamleistung sehr zufrieden und wir bleiben weiter dran, bis der berühmte Knopf aufgeht“, so die aufgrund Ihrer Schulterverletzung fehlende Angreiferin Johanna Malzner.

Aushilfs-Coach Wolfgang Ortner: „Es ist jedes Mal etwas Besonderes und eine Freude, bei den Mädels an der Seitenlinie zu stehen. Sie sind so nah an den Top-Teams der Bundesliga dran. Besonders begeistert war ich heute auch von der starken Performance von Stefanie (Rauch), sie stand so cool in der Mitte, hatte keine Angst von Carina‘s (Steindl) Granaten und brachte fast jedes Zuspiel in perfekte Lage. Alle sind so motiviert, haben Freude am Spiel und sind ein super Team. Ich hätte ihnen den ein oder anderen gewonnen Satz sehr gegönnt. Das wäre auf jeden Fall drin und auch voll verdient gewesen. Wie gesagt, es fehlt nicht viel, das gibt Motivation für die Zukunft.“

0:4 – 4:11 | 12:14 | 8:11 | 7:11

Foto: Erwin Pils